Der frühe Bergbau an der Ruhr

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Beschreibungen

Kohlenbahnen

Deilbachtalbahn (1847)

Cöln-Mindener-Eisenbahn (1847)

von Dahlhausen nach Weitmar (1863)

Mittlere Ruhrtalbahn (1874)

Ruhrtalbahn zwischen Kettwig und Dahlhausen (1863)

Untere Ruhrtalbahn (1876)

Hespertalbahn (1877)

von Hattingen nach Wuppertal-Wichlinghausen (1885)

von Schee nach Silschede (1889)

Elbschetalbahn (1934)

Kleinbahn von Bossel nach Blankenstein (1912)

Harkortsche Kohlenbahn (1876)

Ruhr-Sieg-Eisenbahn (1861)

Bahnhöfe

Alter Schee

Bredenscheid

Hattingen

Herbede

Kupferdreh

Am Rennebaum (Hiddinghausen)

Silschede

Sprockhövel

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Eisenbahn

alter RadsatzNach der ersten Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth im Jahr 1835 bahnt sich dieses moderne, leistungsfähige Verkehrsmittel seinen Weg auch nach Westdeutschland. Die beiden ersten Hauptmagistralen berührten das Ruhrgebiet jedoch nur am Rande: Zuerst nahm die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft 1841 die Verbindung zwischen Düsseldorf und Elberfeld-Steinbeck in Betrieb, die 1849 Dortmund erreichte. Parallel trieb die Cöln-Mindener Eisenbahngesellschaft eine Strecke von Köln nach Minden durch das nördliche Ruhrgebiet. Unmittelbare Berührung mit dem Zentrum des Bergbaus hatten jedoch beide Strecken nicht.

Zwar war bereits beim Bau der Prinz-Wilhelm-Bahn der Lokomotivbetrieb eine Planungsvariante gewesen; diese war aber verworfen worden. So kam es im Jahr 1831 nicht zum Bau der ersten "echten" Eisenbahn in Essen. Erst 1847 erreichte die Eisenbahn im Zuge der Umspurung der Prinz-Wilhelm-Bahn die Ruhr.

Es folgten jedoch in kurzer Folge weitere Strecken, die das Ruhrrevier erschließen sollten: Die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft eröffnete 1860 die Verbindung zwischen Witten und Bochum, die bis 1862 bis nach Mülheim verlängert wurde. Die Rheinische Eisenbahngesellschaft zog 1866 mit einer weiteren West-Ost-Verbindung nach.

Die Folgen der Einrichtung dieser Eisenbahnstrecken waren enorm: Die Eisenbahn wurde zum Hauptverkehrsmittel für den Kohletransport. Weder Pferdebahnen noch die Ruhrschifffahrt konnten mit diesem leistungsfähigen Transportmittel konkurrieren. Anschlussstrecken wurden gebaut, die die Zechen mit den Hauptlinien verbanden; zum Teil durch die Eisenbahngesellschaften, zum Teil durch die Zechen selbst.

Die wichtigsten dieser Anschlussbahnen waren: die (Obere) Ruhrtalbahn, die mittlere Ruhrtalbahn, die Verbindung von Weitmar nach Dahlhausen sowie später die Hespertalbahn und die Verbindung von Wichlinghausen nach Hattingen.

Die für den Transport von Kohle angelegten Eisenbahnstrecken erreichten für den Personen- oder Gütertransport meist keine nennenswerte Bedeutung. Mit dem Niedergang des Bergbaus kam auch für diese Strecken das Aus. In den 1970-80er Jahren wurden die letzten dieser Strecken stillgelegt. Allein die Strecke der ehemaligen Deilbachtalbahn zwischen Essen-Kupferdreh und Velbert-Nierenhof (heute Teil der S-Bahn-Verbindung S9 zwischen Haltern und Wuppertal) sowie die Strecke von Essen-Steele nach Bochum-Dahlhausen blieben als Bahnlinie erhalten.

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