Der frühe Bergbau an der Ruhr

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Stadt Bochum

gegründet: vor 1739

konsolidiert: Robert Müser (1926)

max. Förderung: 290.000 t/a (1907)


Weitere Informationen

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Relikte:

Ein Werkstattgebäude der Zeche ist bis heute erhalten. An die Zeche erinnert bis heute der Name der Vollmondstraße in Bochum-Langendreer, die am späteren Standort vorbeiführt.

Karten

 Karte mit historischer Situation
 Karte mit gegenwärtiger Situation
 Stadtplan 60er Jahre

Zeche Vollmond

Die Zeche wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Werne gegründet; mindestens seit 1739 ist der Betrieb belegt. Ihre Anfänge lagen im Stollenbergbau mit geringer Belegschaft. In 1789 wurde die Gewerkschaft Vollmond gegründet. Der Bau des Dorothea-Erbstollens von der Suntums Mühle aus wurde wohl nicht vollendet. Dagegen wurde die Grube über den Victoria-Erbstollen zum Harpener Bach entwässert.

1799 wurde Freiherr Giesbert Christian Friedrich von Romberg, dessen Familie bereits mehrere Bergwerke besaß, neuer Hauptgewerke. Kurz darauf setzte man auf der Zeche Zeichen: Vollmond war die erste Zeche im Ruhrgebiet, die die Wasserhaltung mit Maschinenkraft vornahm. Hierzu wurde im Jahr 1801 eine Dampfmaschine von der Zeche Charlotte übernommen, die dort nicht angenommen worden war. Franz Dinnendahl montierte die Maschine, nachdem die Fachleute sie nicht haben zum Laufen bringen können. Mit dieser Tätigkeit begann Dinnendahls Karriere als Hersteller von Dampfmaschinen.

Die Zeche verfügte über reiche Kohlevorräte in guter Qualität und geringer Tiefe. Der Schacht Victoria wurde im Jahr 1790 abgeteuft; im Jahr 1857 folgten die Schächte Giesbert und Caroline, in 1897 Schacht 2.

Die Schachtanlage Caroline wurde 1870 abgestoßen und wurde die eigenständige Zeche Caroline.

Im Jahr 1926 wurden die Zechen Vollmond und Heinrich Gustav zur neuen Zeche Robert Müser konsolidiert. Die Schächte blieben zur Wetterführung der neuen Zeche erhalten und waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.

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