Der frühe Bergbau an der Ruhr

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Stadt Bochum

gegründet: 1772

konsolidierte Vorgänger: Prinzessin (1740)
Friederica Erbstollen (1821)

konsolidiert: Dannenbaum (1889)

max. Förderung: n.b.


Weitere Informationen

Historische Fotos bei Historisches Bochumer Ehrenfeld

Relikte:

An die Zeche erinnern heute nur noch die Namen der Friederikastraße, die in der Nähe des ersten Stollenmundloches beginnt und heute das ehemalige Abbaugebiet durchquert, und des Friederika-Parks. Auf dem Gelände des heutigen Geologischen Gartens in Bochum-Altenbochum stand früher die zecheneigene Ziegelei.

Karten

 Karte mit historischer Situation
 Karte mit gegenwärtiger Situation

Zeche Friederika

Die Zeche Friederika geht in ihren Anfängen auf die Zeche Prinzessin zurück, die seit 1740 im Bochumer Südwesten im Wiesental abbaute. Nachdem dort die Kohlevorräte infolge einer geologischen Störung verloren wurden, errichtete man nach Wiederauffinden der Flöze einen neuen Stollen, den Friederica Oberstollen. Dieser Stollen, der in der Nähe des Brennstein-Hofes angesetzt worden ist, begründete die neue Zeche Friederika. Mit dem 550 m langen Stollen wurden 8 Flöze aufgeschlossen.

Wegen schlechter Betriebsführung konnte die Zeche bis 1800 keinen Gewinn abwerfen. Die angedrohte Stilllegung konnte dennoch verhindert werden. Mit dem Weiterbetrieb und dem Abbau in einer größeren Teufe veränderten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse schlagartig: Es wurde eine gute Kohle abgebaut, die hervorragenden Absatz fand. Der Abbau unterhalb der Stollensohle war nicht erlaubt, da es keine maschinelle Wasserförderung auf der Zeche gab. Im Jahr 1816 wurde die Zeche stillgelegt, da die Nachbarzechen das Verbot des Abbaus unterhalb der Stollensohle durchsetzen konnten. Erst nach Vortrieb des neuen, tieferen Friederica Erbstollens an der Diebergs Mühle konnte der Betrieb fortgeführt werden. Dieser neue Stollen erreichte eine Länge von 2.600 m.

Im Jahr 1834 wurde auch auf dieser Zeche eine Dampfmaschine zur Wasserhebung installiert. Aufgrund der guten Kohlevorräte und dieser Modernisierung rückte die Zeche zu einer der bedeutensten des Reviers auf. Im Jahr 1867 ging man zum Tiefbau über und organisierte die Zeche nun als Gewerkschaft neuen Rechts, um mehr Kapital zu sammeln. Zu diesem Zeitpunkt konsolidierten die Vorläuferzechen Friederica, Friederica Erbstollen, Prinzessin, Pauline, Elise, Nemesis und Pretiosa zur neuen Zeche Friederika. In den Folgejahren ging das Bergwerkseigentum von den einheimischen Familien auf anonyme Bankgesellschaften über. In diesem Zuge ging die Zeche Friederika in der neu gegründeten Zeche Dannenbaum auf.

Historisches Foto der Zeche Friederika
Historisches Foto um 1905 (Quelle: www.historisches-ehrenfeld.de)

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